Arno Jochem, Violone und Viola da Gamba
Bereits während des Studiums regelmäßig zu Konzerten und Aufnahmen eingeladen folgen Reisen in nahezu
alle europäischen Länder, in die USA, nach Israel, Ägypten, Syrien, als Gambist und Cellist
(mit Basse de Violon / Bass-Violin für das französische und englische Repertoire des 17. Jhs.),
mit den Ensembles Ad Fontes, Affetti Musicali, Akademia, Bell'Arte Salzburg, Cantus Figuratus,
Concerto die Viole (mit Andreas Scholl und Emma Kirkby), Concerto Vocale, La Capella Real de Catalunya,
Concerto Köln, Ensemble 415, Hesperion XX, La Fenice, Le Parlement de Musique, Les Musiciens du Louvre,
Les Cornets Noirs, Neue Münchener Hofkapelle, Salzburger Hofmusik, Trinity Baroque..., in Konzert,
Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. So liegen mehr als 75 CD-Aufnahmen meist alter Musik vor, daneben
aber auch das Bach-Goldberg-Jazz-Album des amerikanischen Pianisten Uri CAINE, sowie neue Filmmusik
für Gambe, die die mehrfach preisgekrönte Komponistin Annette FOCKS für Filme wie "DER TOD IST KEIN BEWEIS,
PARADIES AUF ERDEN, MARIAS LETZTE REISE, EINFACHE LEUTE, KRABAT" Arno Jochem seit 2002 gewidmet hat.
Neben Solo- und Duoprogrammen, darunter "VERSTIMMBTE VIOL' DI GAMB' (Lyra-Viol & Viola da Gamba solo),
"PRÉLUDES NON MESURÉS" (2 Viole da Gamba), PLENI SUNT CELLI (2 Barockcelli), "DURCH BARBAREY ARABIA"
(mit RABAB, FIEDEL & VIOLA DA GAMBA), nimmt die musikalische Arbeit mit dem von ihm initiierten
Gambenensemble CONCERTO DI VIOLE einen wichtigen Platz ein. Von diesem liegen Konzertprogramme
und Aufnahmen mit Andreas Scholl, Kai Wessel und Emma Kirkby vor, die Uraufführungen
zweier Viertelton-Gambenquartette, eines vierteltönigen Doppeltrios (Berlin 2004),
Regina Irmans Oper "POEM OHNE HELD" für Kai Wessel und CONCERTO DI VIOLE (Zürich 2005) sowie
Konzertprogramme mit weiteren zeitgenössischen Werken von TAN DUN und RUDOLF KELTERBORN.
Die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik und ihren unterschiedlichen Mikrointervall-systemen
führten Arno Jochem zur Beschäftigung mit nicht-westlichen Tonsystemen und deren Ausdrucksmöglichkeiten,
und letztlich konsequent zu einer Beschäftigung mit arabischer Musik in Theorie und Praxis.
Seit 1990 wirkt Arno Jochem regelmäßig als Dozent bei Kursen zur Instrumental- und Aufführungspraxis
der Musik des 15.-19. Jahrhunderts in Deutschland, Frankreich, Österreich und Syrien.
Veröffentlichungen zu Geschichte und Bau der Steichinstrumente runden sein Tätigkeitsfeld ab.
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